BMI 40 – was bedeutet ein BMI von 40?
Ab einem BMI von 40,0 spricht die WHO von Adipositas Grad III, früher Adipositas permagna. Das ist die höchste Klasse – und zugleich der Bereich, in dem die meiste fachliche Unterstützung zur Verfügung steht, von der Ernährungstherapie bis zur Behandlung im Adipositaszentrum.
Welches Gewicht entspricht BMI 40?
Ab dem Gewicht in der zweiten Spalte beginnt bei der jeweiligen Körpergröße Grad III; gerechnet wird mit Gewicht = 40 × Größe in Metern zum Quadrat. Die beiden rechten Spalten zeigen, an welchem Gewicht die Einstufung wieder auf Grad II beziehungsweise Grad I wechseln würde.
| Körpergröße | Grad III ab (BMI 40) | Grad II ab (BMI 35) | Grad I ab (BMI 30) |
|---|---|---|---|
| 1,55 m | 96,1 kg | 84,1 kg | 72,1 kg |
| 1,60 m | 102,4 kg | 89,6 kg | 76,8 kg |
| 1,65 m | 108,9 kg | 95,3 kg | 81,7 kg |
| 1,70 m | 115,6 kg | 101,1 kg | 86,7 kg |
| 1,75 m | 122,5 kg | 107,2 kg | 91,9 kg |
| 1,80 m | 129,6 kg | 113,4 kg | 97,2 kg |
| 1,85 m | 136,9 kg | 119,8 kg | 102,7 kg |
| 1,90 m | 144,4 kg | 126,3 kg | 108,3 kg |
| 1,95 m | 152,1 kg | 133,1 kg | 114,1 kg |
Beispiel: Eine 41-jährige Frau mit 1,66 m und 110,2 kg erreicht genau BMI 40,0. Bis Grad II wären es 13,8 kg, bis Grad I 27,5 kg. Ihr erstes Etappenziel liegt jedoch bei 5,5 bis 11,0 kg – das ist die Größenordnung, in der sich Werte und Beschwerden bereits ändern. Der Nachbarwert BMI 39 liegt bei ihr 2,7 kg tiefer, BMI 38 5,5 kg. Alle Kombinationen aus Größe und Gewicht stehen in der BMI-Tabelle.
Einordnung nach WHO-Klassen und Alter
Die WHO-Skala endet mit Grad III: Übergewicht 25–29,9, Adipositas Grad I 30–34,9, Grad II 35–39,9, Grad III ab 40. Eine Obergrenze gibt es nicht, weshalb sich hinter derselben Klasse sehr unterschiedliche Ausgangslagen verbergen. Die altersangepassten Richtwerte – von 19–24 bei jungen Erwachsenen bis 24–29 ab 65 Jahren – spielen hier keine relativierende Rolle mehr.
Wichtiger als der Vergleich mit dem Normalbereich ist deshalb der Vergleich mit Ihrem eigenen Ausgangswert. Wer von 110,2 kg auf 99,2 kg kommt, hat 10 % erreicht und liegt bei BMI 36 – noch in Grad II, aber mit deutlich besserer Stoffwechsellage. Was der Normalbereich für einzelne Körpergrößen bedeutet, zeigt die Seite Idealgewicht nach Größe; die Zusammenhänge insgesamt erklärt die Seite Übergewicht.
Risikoprofil bei Adipositas Grad III
Bei Grad III sind Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettleber, obstruktive Schlafapnoe, Herzschwäche, Gelenkverschleiß und Thrombosen statistisch deutlich häufiger. Praktisch relevant sind außerdem Dinge, an die man selten denkt: Blutdruckmessungen brauchen eine ausreichend große Manschette, sonst fallen die Werte zu hoch aus; vor Operationen und Narkosen sind Atemwege und Schlafapnoe gesondert zu prüfen; auch bildgebende Untersuchungen haben Gewichts- und Größengrenzen. Sprechen Sie solche Punkte aktiv an – das erspart Umwege. Der Taillenumfang verliert in diesem Bereich an Trennschärfe, taugt aber weiter als Verlaufswert, ebenso die grobe Abschätzung der Körperzusammensetzung über eine Körperfettwaage mit ausreichender Tragkraft. Und noch einmal klar gesagt: Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit genetischen, hormonellen, medikamentösen und sozialen Ursachen – keine Frage von Disziplin.
Behandlungswege und realistische Ziele
Der Einstieg ist die Hausarztpraxis: Basislabor mit Blutzucker, Blutfetten, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerten, Blutdruck, Medikamentencheck und ein Gespräch über Schlaf, Atmung und Beweglichkeit. Von dort führt der Weg bei Bedarf in eine Schwerpunktpraxis oder ein Adipositaszentrum, in dem Innere Medizin, Ernährungsfachkräfte, Psychologie, Physiotherapie und Chirurgie zusammenarbeiten.
Basis der Behandlung bleibt auch bei Grad III das multimodale Programm über mehrere Monate: Ernährungstherapie, an die Belastbarkeit angepasste Bewegung und verhaltensbezogene Begleitung. Ergänzend können gewichtssenkende Medikamente ärztlich verordnet werden – ab BMI 30 bei Begleiterkrankungen, ab 35 auch ohne. Ab BMI 40 kommt eine chirurgische Behandlung unabhängig von Begleiterkrankungen infrage, ab BMI 35 dann, wenn eine relevante Begleiterkrankung vorliegt. Ein Eingriff ist an Voraussetzungen gebunden, verlangt Vorbereitung, Ernährungsumstellung und eine lebenslange Nachsorge mit Vitamin- und Laborkontrollen. Ob und wann das für Sie sinnvoll ist, entscheidet ausschließlich die ärztliche Beurteilung.
Setzen Sie das erste Ziel bewusst niedrig an: 5–10 % Gewichtsreduktion verbessern Blutdruck, Blutzuckerwerte und Gelenkbelastung deutlich und erleichtern oft schon das Treppensteigen. Danach ist Gewichthalten ein eigenständiger Erfolg, kein Stillstand. Alltagstaugliche Bausteine – Mahlzeitenstruktur, Eiweiß, Bewegung in kleinen Portionen – beschreibt der Ratgeber Abnehmen bei BMI 25 bis 30; sie gelten hier genauso, nur mit längerem Zeithorizont und fachlicher Begleitung.
Größe und Gewicht eingeben – der BMI wird sofort berechnet.
Häufige Fragen
Ist ein BMI von 40 Adipositas Grad III?
Ja. Ab einem BMI von 40,0 spricht die WHO von Adipositas Grad III, früher auch Adipositas permagna genannt. Es ist die höchste der drei Klassen.
An wen wende ich mich bei BMI 40 zuerst?
An Ihre Hausarztpraxis. Dort erfolgen Basisdiagnostik und Beratung, und von dort kommt bei Bedarf die Überweisung in eine Schwerpunktpraxis oder ein Adipositaszentrum.
Muss vor einer Operation eine konservative Therapie versucht werden?
In der Regel ja. Vor einem chirurgischen Eingriff steht ein strukturiertes multimodales Programm über mehrere Monate. Welche Nachweise nötig sind, klären Adipositaszentrum und Krankenkasse gemeinsam.
Ist ein Zielgewicht im Normalbereich realistisch?
Als erstes Ziel meist nicht, und es ist auch nicht nötig. Schon 5 bis 10 Prozent weniger Körpergewicht verbessern Blutdruck, Blutzucker und Gelenkbelastung deutlich.